Der »beste Freund des Menschen« auch als Hörhilfe (To be Insider in 4 Minute n)?

Alison Hornsby »Hunde helfen Menschen«. Kynos Verlag, Mürlenbach/Eifel, 2000. 96 Seiten, 9,90 €, ISBN 3-933228-21-2. Zu beziehen über den Buchvertrieb des Median-Verlages.

Die Autorin unterteilt das Buch in 4 Abschnitte:

  1. Blindenführhunde,
  2. Hunde für Hörgeschädigte,
  3. Hunde für motorisch Behinderte,
  4. Therapiehunde.

Unsere Besprechung bezieht sich im Wesentlichen auf den 2. Punkt »Die Geschichte der Hunde für Hörgeschädigte«.

Hornsby beginnt mit der Geschichte der Hunde für Hörgeschädigte. Der Leser erfährt, dass die Idee, Hunde als Helfer ertaubter Menschen auszubilden, wo sonst – in Amerika entstanden ist. Dort baten 1976 die Eltern eines ertaubten Mädchens um Hilfe, wollten ihrer Tochter mehr Unabhängigkeit mit einem Gefühl der Sicherheit und der Begleitung durch einen Gefährten schenken. Die »American Humane Society« unterstützte das »Hearing Bars Scheme«; das Ziel war die Ausbildung von Hunden, die ihre Besitzer auf bestimmte Geräusche zu Hause oder in der Öffentlichkeit aufmerksam machen.
Die nächsten Punkte sind:

  • Woher kommen Signalhunde?
  • Patenfamilien
  • Wem nützt ein Signalhund?
  • Beurteilung und Bereitstellung des Signalhundes.

Zwischendurch werden immer wieder Fallbeispiele aufgezeigt, so auch von Charlie Turell, der mit 17 Jahren erfährt, dass er am Usher Syndrom leidet, einer Erkrankung, die in der Regel erblich ist, bereits von Geburt an Taubheit auslöst und schleichenden Verlust des Sehvermögens mit sich bringt.
Ebenfalls Besitzer eines Signalhundes ist Humphry Brierley, der in einen Artillerieunfall verwickelt wurde und dadurch einen 75%-igen Hörverlust erlitt. Auch er berichtet über die Erfahrungen mit seinem Hund.
Joyce Leonard, eine Frau in reiferen Jahren, auf dem linken Ohr total ertaubt, auf dem rechten verfügt sie nur noch über eine 36%-ige Hörfähigkeit, berichtet, wie sie von den Hunden für Hörgeschädigte erfuhr, welche Fragen ihr von den Organisationen gestellt wurden, wie sie mit ihrem Hund zusammengebracht wurde und wie sich ihr Leben positiv verändert hat.

Die nächsten Seiten des Buches beschäftigen sich mit der Ausbildung des Signalhundes, dem Training auf verschiedene Geräusche, den Handzeichen, aber auch mit dem Training des Hörgeschädigten.

Im Anhang findet man ganzseitge Anzeigen verschiedener Organisationen, Verbände und eingetragener Vereine, an die sich der Interessierte wenden kann. Das Buch ist aus dem Jahre 2000, doch auf Nachfrage beim Verlag wurde mir mitgeteilt, dass keine Neuauflage geplant ist, da es wenig inhaltliche Neuerungen zum Thema gibt und sich die Ausbildung der Hunde im Wesentlichen nicht verändert habe.

Quelle: Anja Werner

 

 

Autor: Thomas Keck

Thomas Keck ist durch seinen Beruf als Hörsystemakustiker bestens mit der Präzision und Sorgfalt vertraut, die sowohl für die technische Arbeit als auch für den direkten Kundenkontakt erforderlich sind. Sein Werdegang zeugt von einer kontinuierlichen Entwicklung und einem hohen Maß an Fachwissen, unterstrichen durch den Meisterbrief und die Selbstständigkeit. Er verfolgt seine Interessen mit Leidenschaft und widmet sich einer Vielzahl von Aktivitäten, von Musik über die Beschäftigung mit Oldtimern bis hin zur Werteschätzung der Bibel. Thomas bewundert Menschen, die in ihrem Feld Spitzenleistungen erbringen, wie diverse Musiker und Schauspieler. Dies deutet auf eine hohe Wertschätzung für Expertise und handwerkliches Können hin.

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