AudiotherapeutInnen erhielten Zertifikate (To be Insider in 5 Minute n)

Erfolgreicher Abschluss ihrer Weiterbildung

Am Samstag, den 9. April, war es wieder einmal soweit: Die Ausbildung zum Audiotherapeuten fand mit der Übergabe der Zertifikate im Heidelberger SRH Berufliche Rehabilitation GmbH ihren Abschluss. Mit dem Ergebnis zeigten sich die Prüfer zufrieden. Alle Teilnehmer haben ihre Prüfung bestanden. »Es konnten sowohl sehr gute Noten verzeichnet werden als auch weniger gute«, so der Kommentar von Franz Boob vom Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten Baden-Württemberg e.V. (DSB) zum Prüfungsverlauf.

Es war insgesamt der 5. Kurs dieser Art, wobei die ersten beiden noch in Lübeck stattgefunden hatten, bis sich Heidelberg als Ausbildungsstandort etablierte – nicht zuletzt aufgrund der zentraleren Lage. Schließlich kamen auch die Teilnehmer dieses Kurses wieder aus allen Ecken Deutschlands, zum Beispiel aus Niebüll (»kurz vor Sylt«) bis hin zum südlichen Bad Tölz. Mit Abschluss dieses Kurses überstieg die Zahl der AudiotherapeutInnen erstmals die 100er-Marke. Exakt 102 AudiotherapeutInnen hat das Weiterbildungs-Angebot bis heute hervorgebracht. Sie werden inzwischen von einem eigenen Berufsverband (BdAt e.V.) repräsentiert.

Vielfalt als Zusatznutzen

Ein Blick auf die Teilnehmerliste des soeben abgeschlossenen Kurses zeigt, aus welchen unterschiedlichen Berufsfeldern sich dieser zusammengesetzt hat: Der Großteil kommt direkt aus der Hörakustik-Branche, darunter überwiegend MeisterInnen ihres Faches. Außerdem finden wir eine Pfarrerin, einen Sozialpädagogen, einen Logopäden, drei Arzthelferinnen, eine Erzieherin, eine Diplompädagogin und eine audiologische Assistentin. Entsprechend groß ist der Pool an Berufserfahrung, der hier zusammenkommt und von dem man – von den Lehrinhalten ganz abgesehen – ungeheuer profitiert hat. Auch die Tatsache, dass rund ein Drittel der Teilnehmer selbst schwerhörig ist, gab der Ausbildung nach Aussage der Teilnehmer einen einzigartigen Praxisbezug. Ein Teilnehmer merkte außerdem an, dass sich das Berufsbild des Akustikers im Wandel befände und es schließlich nicht schaden könnte, sich durch Weiterbildung für die neuen Herausforderungen des Berufes zu rüsten.
Bei der Vergabe der Zertifikate wies Professor Dr. Peter Plath auf die Verantwortung hin, die die AudiotherapeutInnen mit ihrer Ausbildung übernehmen, die von Betroffenen initiiert wurde. Er gratulierte den Absolventen und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. (Red.: Dem schließen wir uns gerne an.)

Zugleich wird mit diesem Kurs auch eine Zäsur markiert: Wie zu erfahren war, wird sich Franz Boob aus gesundheitlichen Gründen künftig von der Organisation der Ausbildung zurückziehen. Das bedeute jedoch nicht, dass es nicht weitergehe. Man befinde sich derzeit in einer Umbruchphase, in der manches neu organisiert und Lehrinhalte eventuell neu strukturiert werden. Das Ganze braucht seine Zeit; man rechnet jedoch mit einem neuen Start des Kurses Anfang 2006. Einen würdigen Abschluss fand der Tag in einem gemeinsamen Abendessen, das man im traditionsreichen Gasthaus »Goldener Hecht« in Heidelberg einzunehmen gedachte. Aus den Augen wollen sich die Absolventen auch in Zukunft nicht verlieren.

Nähere Informationen zur Ausbildung gibt es unter der Telefonnummer 0 72 31-35 46 64.

Autorin: Claudia Pukat

 

 

Autor: Thomas Keck

Thomas Keck ist durch seinen Beruf als Hörsystemakustiker bestens mit der Präzision und Sorgfalt vertraut, die sowohl für die technische Arbeit als auch für den direkten Kundenkontakt erforderlich sind. Sein Werdegang zeugt von einer kontinuierlichen Entwicklung und einem hohen Maß an Fachwissen, unterstrichen durch den Meisterbrief und die Selbstständigkeit. Er verfolgt seine Interessen mit Leidenschaft und widmet sich einer Vielzahl von Aktivitäten, von Musik über die Beschäftigung mit Oldtimern bis hin zur Werteschätzung der Bibel. Thomas bewundert Menschen, die in ihrem Feld Spitzenleistungen erbringen, wie diverse Musiker und Schauspieler. Dies deutet auf eine hohe Wertschätzung für Expertise und handwerkliches Können hin.

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