Mit Hörgeräten höre ich dann zu viele Geräusche?

Ein Gedanke, der absolut verständlich ist – vor allem, wenn man sich an Ruhe gewöhnt hat. Viele verbinden Hörgeräte mit einem akustischen Dauerfeuer: Klappern, Rascheln, Lärm von überall. Genau dieser Gedanke hält Menschen davon ab zu starten. Denn wer möchte schon mehr Unruhe im Kopf, wenn man eigentlich Klarheit sucht?

Was Du jetzt erfahren wirst: Moderne Hörsysteme sind keine Lautmacher, sondern Filter für Wichtiges. In diesem Beitrag zeige ich Dir, warum gutes Hören heute bedeutet, weniger Störgeräusche wahrzunehmen, wie Dein Gehirn gezielt entlastet wird und weshalb gerade qualitätsbewusste Menschen am meisten profitieren. Wenn Dir Ruhe, Sicherheit und echte Zugehörigkeit wichtig sind, dann lohnt es sich, jetzt weiterzulesen.

1️⃣ Hörgeräte machen nicht lauter – sie machen selektiver

Der alte Gedanke stammt aus einer Zeit, in der alles einfach verstärkt wurde. Heute geht es um gezielte Information, nicht um Lautstärke.

Praxisbeispiel:
Eine 70-jährige Kundin aus Rorschach sagte nach 10 Tagen:

Es ist nicht lauter –
es ist ruhiger, weil ich endlich verstehe.

„Aber was hat dies mir mir zu tun?“
Mehr hören heisst nicht mehr Lärm, sondern mehr Ordnung im Klang.

2️⃣ Das Gehirn braucht klare Signale, keine Stille

Wenn wichtige Frequenzen fehlen, füllt das Gehirn die Lücken selbst – mit Stress. Gute Technik liefert saubere Signale, damit Dein Gehirn aufhören kann zu raten.

Insight:
Moderne Hörsysteme analysieren bis zu 200 Klangparameter pro Sekunde und unterdrücken Störgeräusche aktiv.

Was bedeutet das in der Praxis?
Klarheit reduziert Reizüberflutung – nicht umgekehrt.

3️⃣ Geräusche sind Information – wenn sie richtig sortiert sind

Viele fürchten Alltagsgeräusche wie Schritte, Geschirr, Wind. In Wahrheit sind sie Orientierung und Sicherheit.

Meine Erfahrung:
Nach kurzer Zeit sagen viele: „Ich fühle mich wieder mehr im Raum – nicht überfordert, sondern präsent.“

Was Dir dies im hier und jetzt nützt?
Du hörst wieder bewusst, nicht unkontrolliert.

4️⃣ Individuelle Einstellung schlägt jede Technik

Die beste Technik nützt nichts ohne Feinabstimmung. Reife Menschen brauchen Ruhe-Profile, keine Standardprogramme.

Schweizer Qualitätsanspruch:
Gute Begleiter arbeiten mit Alltagssituationen: Restaurant, Spaziergang, Familie – nicht nur im Studio.

Wie Dir dies konkret helfen kann?
Du bestimmst, wie viel Welt Du hören willst.

5️⃣ Ruhe entsteht durch Verstehen, nicht durch Weglassen

Viele ziehen sich zurück, um Lärm zu vermeiden. Das kostet Nähe, Sicherheit und Lebensfreude.

Exklusiver Perspektivwechsel:
Wer wieder klar versteht, empfindet selbst lebendige Umgebungen als weniger anstrengend.

Was hat das genau zur Folge?
Echte Ruhe kommt nicht von Abschottung, sondern von Souveränität im Hören.

Kurz & praktisch – Dein nächster Schritt
  • Teste Hören in echten Alltagssituationen, nicht nur im Labor
  • Bestehe auf eine sanfte Eingewöhnung mit Ruhe-Fokus
  • Vertraue nicht alten Erfahrungen – Technik hat sich radikal verändert

Mehr hören heisst heute:
weniger Stress, mehr Klarheit, mehr Leben.

Schlussgedanke: Nicht mehr Geräusche – mehr Ruhe durch Verstehen

Diese Gedanken haben die alte Struktur klar entlarvt: „Mit Hörgeräten höre ich zu viele Geräusche.“ Das Gegenteil ist wahr. Nicht das Hören macht müde, sondern das ständige Raten. Moderne Hörsysteme bringen Ordnung ins Klangchaos und geben Deinem Gehirn genau das zurück, was es braucht: klare, sortierte Information.

Was steckt konkret für Dich drin?

  • Du verstehst wieder klar – mit deutlich weniger Anstrengung im Alltag.
  • Mehr Sicherheit im Verkehr und bessere Orientierung in Deiner Umgebung.
  • Ruhe im Kopf, weniger Stress, mehr Gelassenheit am Ende des Tages.
  • Gespräche werden wieder leicht. Du bleibst dabei, statt Dich zurückzuziehen.
  • Die Welt fühlt sich wieder stimmig an – nicht lauter, sondern sinnvoller.

Gerade für SchweizerInnen, die Qualität, Selbstbestimmung und Verlässlichkeit schätzen, ist das entscheidend: Echte Ruhe entsteht nicht durch Weglassen, sondern durch Verstehen. Ein gut angepasstes Hörsystem nimmt Dir nichts – es gibt Dir Kontrolle, Sicherheit und Lebensfreude zurück.

👉 Deine richtige Handlung – heute:
Lass Dein Hören dort prüfen, wo es zählt: im echten Leben. Bestehe auf eine ruhige, individuelle Einstellung und eine sanfte Eingewöhnung. Starte bewusst – nicht um mehr zu hören, sondern um besser zu leben.

Kurz gesagt:
Weniger Lärm im Kopf.
Mehr Klarheit im Leben.

 

 

Ich kann mich nicht gut an ein Hörgerät gewöhnen?

Diesen Satz höre ich seit Jahren – meist von Menschen, die sich selbst gut kennen, viel erlebt haben und genau wissen, was sie wollen. Und genau deshalb bleibt man lieber beim Gewohnten, selbst wenn Gespräche anstrengender werden und man abends müder ist als früher. Die spannende Frage ist: Woran liegt es wirklich – am Hörgerät oder an der Art, wie man herangeführt wurde?

In diesem Beitrag zeige ich Dir, warum Gewöhnung heute nichts mehr mit „Augen zu und durch“ zu tun hat – und warum gerade reife, qualitätsbewusste SchweizerInnen davon besonders profitieren. Du erfährst, wie moderne Hörsysteme Dein Gehirn Schritt für Schritt entlasten, wie eine saubere Anpassung den Unterschied macht und was Du jetzt sofort tun kannst, damit Hören wieder selbstverständlich wird. Nicht irgendwann. Sondern so, dass es zu Deinem Leben passt – sicher, souverän und auf Deinem Niveau.

1️⃣ Nicht das Hörgerät ist das Problem – sondern der Einstieg

Viele sagen: „Ich gewöhne mich einfach nicht daran.“ In der Praxis sehe ich fast immer etwas anderes: Der Start war zu schnell, zu laut, zu wenig geführt.
Ein neuer Standard ist langsames, intelligentes Hochfahren – wie beim Einlaufen neuer Wanderschuhe, nicht wie ein Sprint.

Beispiel aus der Praxis:
Ein 62-jähriger Unternehmer aus St.Gallen trug sein erstes Hörgerät 2012 „voll eingestellt“. Nach drei Tagen gab er auf. 2024 starteten wir neu – mit 70 % Zielverstärkung. Nach 14 Tagen sagte er:

Ich vergesse es manchmal!

👉 Was bedeutet dies in der Praxis?
Gewöhnung ist kein Charaktertest. Sie ist ein Prozess – und der ist heute steuerbar.

2️⃣ Das Gehirn liebt Gewohnheit – aber es lernt lebenslang

Das reife Gehirn ist nicht langsam, sondern effizient. Es filtert gnadenlos alles, was es nicht braucht – auch Sprache, die es lange nicht mehr klar gehört hat.
Studien zeigen: Schon nach 3–6 Wochen mit richtig angepassten Hörsystemen verbessert sich die neuronale Sprachverarbeitung messbar.

Insight:
Menschen, die früh und sanft starten, benötigen bis zu 40% weniger kognitive Energie beim Zuhören.

👉 Was heisst das für Dich konkret?
Weniger Müdigkeit am Abend. Mehr Präsenz im Gespräch. Mehr Du Selbst.

3️⃣ Überforderung fühlt sich wie „falsch“ an – ist aber nur zuviel

Viele verwechseln Überforderung mit Ablehnung. Zu viele Geräusche, zu viele Details, zu wenig Erklärung – das stresst.
Exklusive Anpasskonzepte arbeiten heute mit Hörprofilen nach Lebenssituationen, nicht mit „alles oder nichts“.

Ein Check aus dem Alltag:

  • Küche okay ✔
  • Restaurant zu viel ✖
  • Familienfest anstrengend ✖

Das ist kein Scheitern – das ist Feedback fürs Feintuning.

👉 Interne Frage:
Was wäre, wenn Dein Hörsystem sich Deinem Alltag anpasst – und nicht umgekehrt?

4️⃣ Gewöhnung passiert im echten Leben, nicht in der Testkabine

Hören lernt man nicht im stillen Raum. Sondern beim Einkaufen, beim Jassen, beim Spaziergang, beim Kaffee mit Freunden.
Hörsystem-Versorgung bedeutet mir: Begleitete Testphasen, reale Hörsituationen, regelmässige Feinjustierung.

Erfahrung aus über 1’000 Anpassungen:
Die besten Ergebnisse sehe ich bei Menschen, die:

  • Fragen stellen
  • Feedback geben
  • aktiv vergleichen dürfen

👉 Warum ist das für uns so wichtig?
Weil Qualität hier nicht versprochen, sondern erlebbar sein muss.

5️⃣ „Ich gewöhne mich nicht daran“ ist oft Schutz – kein Fakt

Hinter diesem Satz steckt häufig etwas sehr Verständliches:

„Ich will mich nicht verändern.“
„Ich will unabhängig bleiben.“
„Ich will nicht auffallen.“

Die Wahrheit: Moderne Hörsysteme erhalten genau das, was Dir wichtig ist: Deine Selbstständigkeit, Deine Sicherheit und Deine Zugehörigkeit.

Besonderen Momente (ja, die gibt es):
Wenn jemand nach Wochen sagt: „Ich höre nicht nur besser – ich lebe leichter!“

👉 Letzte Frage an Dich:
Was wäre, wenn Gewöhnung nicht Verzicht bedeutet – sondern Rückgewinn?

Praktisch & direkt umsetzbar
  • Starte sanft, nicht perfekt
  • Bestehe auf Begleitung, nicht nur Technik
  • Beurteile nach Energie, nicht nach Lautstärke

Gewöhnung ist kein Talent. Sie ist das Ergebnis von Respekt vor deinem Leben – und genau dort beginnt gutes Hören.

Schlussgedanke: Nicht ob Du Dich gewöhnst – sondern wie gut Du begleitet wirst!

Die Neuigkeiten haben eines klar gezeigt: Der alte Glaubenssatz „Ich kann mich nicht an ein Hörgerät gewöhnen“ hält einer ehrlichen Prüfung nicht stand. Nicht Dein Alter, nicht Dein Gehirn, nicht Dein Wille sind das Problem – sondern ein zu schneller Start, fehlende Führung und Technik ohne Beziehung. Der neue, tragfähige Gedanke lautet: Gewöhnung ist planbar, messbar und heute besser lösbar als je zuvor.

Was gewinnst Du konkret?

  • Du verstehst wieder klarer, mit weniger Anstrengung und mehr Sicherheit – im Verkehr, am Telefon, im Alltag.
  • Abends weniger Erschöpfung, mehr Ruhe im Kopf, mehr Selbstvertrauen im Gespräch.
  • Du bleibst dabei – beim Familientisch, im Verein, im Freundeskreis. Du musst nicht raten, lächeln oder ausweichen.
  • Das Hören verschwindet aus Deinem Bewusstsein – und das Leben kommt zurück in den Vordergrund.

Gerade für SchweizerInnen, die Qualität schätzen und Bewährtes bewahren wollen, ist das entscheidend: Ein gutes Hörsystem verändert Dich nicht – es prägt Dich:
Deine Selbstständigkeit.
Deine Zugehörigkeit.
Deine aktive Lebensweise. Und ja: auch
Deine Lebensfreude und
Deinen Lebensstandard.

👉 Die richtige Handlung heute:

Warte nicht, bis es „schlimm genug“ ist. Starte bewusst, sanft und begleitet. Bestehe auf Zeit, Feingefühl und echte Alltagserfahrung – nicht auf schnelle Versprechen. Wer heute richtig beginnt, schützt morgen seine Gesundheit, seine Beziehungen und seine Freiheit.

Kurz gesagt:
Gutes Hören ist kein Luxus. Es ist eine Investition in ein sicheres, verbundenes und erfülltes Leben. Und der beste Zeitpunkt dafür ist nicht irgendwann –
sondern jetzt.

 

 

 

Hörgeräte pfeifen beim Umarmen?

Dieser Satz kommt fast immer mit einem kleinen Lächeln – und einer echten Sorge dahinter. Nähe, Herzlichkeit, ein spontanes Umarmen: genau das, was unser Leben reich macht. Und dann die Angst, dass Technik diesen Moment stört oder peinlich unterbricht. Verständlich. Gerade bei uns, wo Zurückhaltung, Würde und ein gutes Gefühl im Miteinander zählen, sitzt dieser Glaubenssatz tief – oft seit Jahrzehnten.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, warum dieses Pfeifen kein Naturgesetz, sondern ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Aus der Praxis der Hörakustiker, mit echten Beispielen aus dem Alltag reifer SchweizerInnen, erfährst du, wie moderne Hörsysteme Nähe sogar verbessern, statt sie zu sabotieren. Du lernst, was heute technisch möglich ist, worauf es wirklich ankommt – und warum Du Berührung, Lachen und Zusammensein nicht länger vermeiden musst. Wenn Dir Verbundenheit, Lebensfreude und Sicherheit wichtig sind: Lies jetzt weiter.

 

1️⃣ Pfeifen ist kein „Hörgeräte-Problem“, sondern ein Technikstand von gestern

Das klassische Pfeifen entstand früher durch offene Ohrstücke, schlechte Passform und fehlende Rückkopplungs-Unterdrückung.
Moderne Hörsysteme erkennen Rückkopplung heute in Millisekunden und stoppen sie, bevor sie hörbar wird.

Insight:
Aktuelle Geräte unterdrücken Rückkopplung bis zu 40 dB schneller, als sie entstehen kann.

Was bedeutet das für Dich?
Wenn es pfeift, ist nicht Nähe das Problem – sondern veraltete Technik oder falsche Anpassung.

2️⃣ Umarmungen verändern Akustik – moderne Systeme rechnen das ein

Beim Umarmen ändert sich kurz der Schallraum: Kopf, Schulter, Kleidung kommen näher.
Früher brachte das Systeme aus dem Gleichgewicht – heute ist das Teil des Algorithmus.

Praxisbeispiel:
Eine 74-jährige Grossmutter aus dem Thurgau: tägliche Umarmungen mit den Enkeln – kein einziges Pfeifen, seit moderner Anpassung.

Was für Auswirkungen hat das?
Nähe ist einkalkuliert – nicht mehr riskant.

3️⃣ Passform ist entscheidender als das Gerät selbst

In den Anpassungen weiss man: 80% der Rückkopplungs-Probleme sind Anpassungsfehler, keine Technikfehler.
Ein individuell gefertigtes Ohrstück macht oft mehr Unterschied als eine höhere Gerätestufe.

Konkret:

  • präziser Sitz
  • richtige Belüftung
  • stabile Lage im Ohr

Also was ist die Schlussfolgerung?
Die Lösung liegt im Handwerk – nicht im Verzicht.

4️⃣ Menschen vermeiden Nähe aus Angst – und verlieren Lebensqualität

Ich erlebe immer wieder, dass Menschen unbewusst Abstand halten: kein Umarmen, kein Näherkommen.
Nicht wegen Technik – sondern wegen einer alten Erfahrung, die sich eingebrannt hat.

Unsere Erfahrung:
Nach 2–3 Wochen mit moderner Lösung sagen viele: „Ich habe mich wieder getraut.“

Was das für Dich heisst?
Hören beeinflusst Nähe – im Guten wie im Schlechten.

5️⃣ Moderne Hörsysteme machen Nähe sicher und selbstverständlich

Heute gilt: Umarmung, Schal, Hut, Nähe – kein Thema mehr.
Wenn es doch passiert, ist das ein klares Zeichen: Nachjustieren, nicht verzichten.

Praxis-Check:

  • Umarmung im Anpassraum testen
  • Jacke, Schal, Nähe simulieren
  • Feinjustierung sofort

Das meint folgendes:
Gute Anpassung bedeutet: Leben ohne Ausweich-Bewegungen.

Kurz & bündig
  • ✔ Pfeifen gehört der Vergangenheit an
  • ✔ Nähe ist technisch einkalkuliert
  • ✔ Passform schlägt Preis
  • ✔ Lebensfreude entsteht durch Mitmachen, nicht durch Abstand

👉 Nächster Schritt:
Testen Sie Nähe – nicht die Angst davor.
Gutes Hören darf berühren.

Schlussfolgerung

Die bisherige Denke „Hörgeräte pfeifen beim Umarmen“ wirkt harmlos – aber er hat viele Menschen jahrelang vorsichtig, distanziert und innerlich auf Abstand gehalten. Diese fünf Punkte zeigen klar: Nicht Nähe ist das Problem, sondern veraltete Technik oder fehlende Feinabstimmung. Moderne Hörsysteme sind genau für echte Lebenssituationen gemacht – für Umarmungen, Nähe, Bewegung und spontane Momente. Pfeifen ist kein Schicksal mehr, sondern ein lösbares Detail.

Die neue Wahrheit ist kraftvoll: Gutes Hören unterstützt Nähe – es verhindert sie nicht. Wer heute handelt, gewinnt Sicherheit im Alltag, Vertrauen in den eigenen Körper, emotionale Verbundenheit und echte Lebensfreude zurück. Mein ehrlicher Rat aus der Erfahrung: Vermeide nicht das Leben, optimiere die Lösung. Lass Nähe wieder selbstverständlich werden – für Deine Gesundheit, Dein Miteinander, Deine Selbstständigkeit und Deinen hohen Lebensstandard. Der richtige Schritt beginnt jetzt: Erleben statt vermuten.
Umarmen
statt ausweichen.

 

Gute Hörgeräte kosten immer 5’000 CHF und mehr?

In der Schweiz steht dieser Satz oft für etwas Positives: für höchste Güte, Präzision und den Anspruch, keine halben Sachen zu akzeptieren. Und ja – herausragende Schweizer Qualität hat ihren Wert. Genau das schätzen wir. Was dabei aber häufig übersehen wird: Hervorragende Hörlösungen gibt es heute in unterschiedlichen Qualitätsstufen, sauber kalkuliert, transparent erklärt und passend zum tatsächlichen Bedarf – nicht nach Pauschalurteilen.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie modernes Hören heute wirklich funktioniert: von solider, alltagstauglicher Technik bis hin zu Premium-Lösungen auf höchstem Niveau, ergänzt durch faire Finanzierungs- und Abo-Modelle. Du erfährst, warum gutes Hören kein Luxus sein muss, sondern eine bewusste, planbare Investition in Sicherheit, Lebensfreude und Selbstständigkeit ist. Wer Wert auf Qualität legt, will verstehen – und genau das bekommst Du jetzt.

1️⃣ Preis ist nicht gleich Wert

Viele setzen im Kopf automatisch ein Gleichzeichen: teuer = gut, unter 5’000 CHF = schlecht. Das war früher teilweise verständlich – heute ist es schlicht überholt.

Ich sehe täglich KundInnen, die mit 1’800–2’800 CHF pro Seite exzellent hören, weil Technik passend gewählt wurde, nicht maximal.

Insight:
Über 70 % der Hörprobleme im Alltag betreffen Sprache im ruhigen bis moderaten Umfeld – dafür braucht es keine Vollausstattung.

Was bedeutet das genau?
Nicht der Preis entscheidet über Hörqualität, sondern die Passung zu Ihrem Leben.

2️⃣ Die Schweiz denkt in Stufen – nicht in Extremen

In der Schweiz kaufen wir auch kein Auto nur in „Basis-“ oder „Vollausstattung“. Genau so ist es bei Hörgeräten.
Es gibt klar definierte Technologiestufen, jede mit sauberem Nutzenversprechen – transparent, nachvollziehbar, fair.

Praxisbeispiel:
Ein 59-jähriger Unternehmer aus St. Gallen:

  • Premium nötig im Beruf
  • Mittelklasse völlig ausreichend privat
    👉 Lösung: hybride Anpassung, nicht Maximalpreis.

Was das für Dich bedeutet:
Du darfst differenziert entscheiden – ganz schweizerisch vernünftig.

3️⃣ Hervorragende Technik ist heute skalierbar

Moderne Hörsysteme sind Software-getrieben. Viele Premium-Funktionen lassen sich freischalten, upgraden oder zeitweise nutzen.
Das verändert alles: Du musst nicht alles sofort kaufen.

Wichtig:
Die Elektronik im Inneren vieler Mittelklasse-Geräte ist identisch mit Premium – der Unterschied liegt im Funktionsumfang.

Was das übersetzt heisst?
Du investierst heute sinnvoll und behältst alle Optionen für morgen.

4️⃣ Abo-Modelle entsprechen moderner Schweizer Realität

Niemand wundert sich mehr über Leasing, Abos oder Serviceverträge – im Gegenteil.
Beim Hören bedeutet das: tiefer Einstieg, volle Betreuung, planbare Kosten.

Konkrete Zahlen:

  • ab 50 bis 250 CHF pro Monat
  • inklusive Service, Anpassungen, oft Versicherung
  • kein Risiko, kein Technikstress

„Was bekomme ich dafür?“
Hörqualität wird zugänglich, ohne Kompromisse bei Würde oder Qualität.

5️⃣ Die wahre Investition ist Lebensqualität – nicht Technik

Was wirklich teuer ist, sehen wir leider oft zu spät:

  • Missverständnisse
  • Rückzug
  • Unsicherheit im Verkehr
  • schleichender sozialer Verlust

Erfahrung:
Menschen bereuen nie, zu früh etwas fürs Hören getan zu haben – nur zu spät.

Was dies zur Folge hat?
Die klügste Entscheidung ist nicht die teuerste, sondern die rechtzeitige.

Kurz zusammengefasst – klar, schweizerisch, wirksam:
  • ✔ Qualität hat ihren Preis – aber nicht nur einen
  • ✔ Gute Hörlösungen sind abgestuft, planbar und fair
  • ✔ Technik soll dienen, nicht belasten
  • ✔ Heute entscheiden heisst: Sicherheit, Selbstständigkeit, Zugehörigkeit bewahren

👉 Der nächste sinnvolle Schritt:
Nicht rechnen. Erleben. Testen. Vergleichen.
So entscheiden Menschen, die Wert auf Qualität legen – und auf ihr Leben.

Die Lösung

Lass uns ehrlich sein: Das bisherige Denken „Gute Hörgeräte kosten immer 5’000 CHF und mehr“ hält sich nur, weil es nie sauber überprüft wurde. Die fünf Argumente zeigen klar: In der Schweiz bedeutet Qualität nicht Maximalpreis, sondern durchdachte Wahl, Abstufung und Verlässlichkeit. Hervorragende Technik darf ihren Wert haben – und gleichzeitig ist sehr gute, alltagstaugliche Hörqualität heute für praktisch jeden erreichbar, sei es durch passende Technologiestufen oder ein faires Abo-Modell. Das ist kein Kompromiss, das ist moderne Schweizer Lösungskultur.

Die neue Wahrheit ist kraftvoll und beruhigend zugleich: Du darfst gut hören, ohne Dich zu überfordern. Wenn Du heute handelst, schützt Du nicht nur Dein Gehör, sondern auch Deine Sicherheit im Verkehr, Deine geistige Fitness, Deine Gespräche am Tisch, Deine Eigenständigkeit und Deine Freude an Bewegung und Begegnung. Mein klarer Rat aus der Erfahrung: Warte nicht, bis Hören mühsam wird. Teste jetzt, erlebe den Unterschied und entscheide bewusst, so wie Menschen es tun, die hohe Lebensqualität schätzen. Der richtige Schritt heute ist klein –
die Wirkung auf Dein Leben ist gross.

 

 

American Academy of Audiology in Washington D.C. (To be Insider in Minute n)

Selbstbewusst und engagiert

Auf ihren verschlungenen Wegen durch die U.S.A. ist die A.A.A. Rotations-Karawane diesmal im Zentrum der politischen Macht angekommen. Washington D.C. (das D.C. steht für District of Columbia – es gibt auch noch einen Bundesstaat Washington, aber der liegt an der Westküste) macht auf den Besucher (von denen im Jahr 20’000’000 hierher kommen) prima vista einen sehr großzügigen Eindruck. Hier wurde ein stadtplanerisches Gesamtkonzept konsequent in die Tat umgesetzt – Washington ist die 1. geplante Hauptstadt der Welt. Es leben hier, wer hätte das gedacht, etwa gleichviel Einwohner wie in Stuttgart, ansonsten weisen beide Städte keine weiteren Ähnlichkeiten auf.

3 Takte über Washington

Von den rund 580’000 Einwohnern sind 70% schwarz, was dem Besucher aber kaum auffällt, weil er sich vorwiegend in den von Weißen dominierten Vierteln aufhält. Das professionelle Gesicht Washingtons ist konservativ, was daran liegen mag, dass hier so viele Anwälte (50’000!) zugange sind.
In den zahllosen Bars trifft man am Abend jede Menge junge, fröhliche Regierungsangestellte, die eine optimistische Atmosphäre verbreiten, wie überhaupt in den U.S.A. das von zuhause gewohnte Jammerklima völlig zu fehlen scheint.

Einst war Washington bei vielen Politikern nicht besonders beliebt. John F. Kennedy soll bemerkt haben, die Stadt verbinde die Effizienz der Südstaaten mit dem Charme der Nordstaaten: nichts würde funktionieren, und die Bewohner seien obendrein noch unfreundlich. Doch das hat sich inzwischen wohl zum Besseren gewendet, denn die lange verspottete Kapitale ist mittlerweile ein international anerkanntes Kulturzentrum mit zahllosen Events und Festivals, dazu einer hervorragenden Gastronomie.

Nirgendwo kann man Kultur so preiswert bis gratis bekommen wie in der Kapitale am Potomac River – es gibt mehr als 60 Sehenswürdigkeiten und Museen, die keinen Eintritt kosten. Dass dem so ist, verdanken die Einwohner und Besucher der Stiftung Smithsonian Institution. James Lewis Smithson war … Engländer!

Und er ist nie in Amerika gewesen! Aber bei seinem Tod im Jahr 1829 hat er sein beachtliches Vermögen ausgerechnet der amerikanischen Hauptstadt überlassen. Man vermutet, dass er damit gegen die verstaubte englische Klassengesellschaft protestieren wollte. 75 Jahre nach seinem Tod ist der Herr doch noch in die U.S.A. gekommen, denn seine Gebeine ruhen heute im Smithsonian Institution Building (The Castle) in Washington.

Machtvolle Demonstration

So war es nur eine Frage der Zeit, bis die American Academy of Audiology (A.A.A.) aufihrer Convention-Tour – West – Mitte – Ost – in der U.S.- Hauptstadt tagen würde. Und diese Tagung geriet zu einer machtvollen Demonstration einer Organisation, die vor Selbstbewusstsein aus allen Nähten platzt.

Man will in diesem Jahr auf 10’000 Mitglieder kommen, verriet uns die stets auskunftsbereite Pressesprecherin der A.A.A., Sydney Davis. Und man ist auf dem besten Wege hierzu. Über 75 % der Mitglieder sind weiblich, über 50 % haben einen Masters Degree, und während ca. eine Hälfte zwischen 21 und 40 Jahren alt ist, bildet die Gruppe zwischen 40 und 60 Jahren die andere Hälfte. Aber man hat den Eindruck, dass vornehmlich die Jungen zum Kongress kommen (Hört, hört!).
Laut Information des A.A.A.-Pressebüros wurden in diesem Jahr ca. 6’500 Teilnehmer gezählt.

Dass sich die U.S.-Audiologen aktiv in die amerikanische Gesundheitspolitik einmischen, weiß man nicht erst seit heute. Schon im vergangenen Jahr in Salt Lake City war der »Direct Access« (so eine Art Initiativrecht) ein wichtiges Thema. Diesmal nun hatte man den Senatoren und Abgeordneten signalisiert, man möge sich am Mittwoch bereithalten, weil die Audiologen sie zu sprechen wünschten. Und so zogen die Kongressteilnehmer in Richtung Capitol Hill, um dort ihr Anliegen bei denjenigen, welche die Gesetze machen, vorzutragen. Man stelle sich etwas ähnliches in Deutschland vor!

Dass die Infrastruktur in Washington für einen großen Kongress hervorragend ist, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Ein großes freies Feld mit ein paar Trümmerresten erinnert an das alte Kongresszentrum, welches abgerissen wurde, weil man ein neues und schöneres haben wollte. Dies steht seit kurzem unweit der alten Tagungsstätte, stellt aber nicht gerade ein architektonisches Glanzlicht dar. Zweckmäßig jedoch ist es allemal und wirkt mit seinen Raumgrößen gelegentlich ein wenig beklemmend. Aber alles vor die Türe. funktioniert. Zum Rauchen geht man vor die Türe.

Von schick bis angestaubt

Im Umkreis des Walter E. Washington Convention Center’s, meist nur wenige Gehminuten entfernt, liegen die Hotels mit ihren riesigen Gästekapazitäten. Nicht alle sind so schick und modern wie das Hyatt, in dem ich untergekommen war. Peter David Schaade hatte mit dem Marriott eine leicht angestaubte Herberge erwischt. Wem der Weg zum Kongresszentrum zu weit oder wegen des regnerischen Wetters zu feucht war, konnte den kostenfreien Shuttle benutzen, den – wie in all den Jahren zuvor – der Sponsor Widex zur Verfügung stellte.

Die Eröffnungsveranstaltung stellte für einen, der schon zahlreiche deutsche Ereignisse dieser Art mitgemacht hat, ein Schockerlebnis dar. Als ich gegen 10 Uhr in Richtung Festsaal strebte, waren außer mir nur wenige Leute unterwegs, und ich hatte schon das beklemmende und eigenartig vertraute Gefühl, in eine halbleere Halle zu geraten. Aber der Mensch kann sich täuschen. Denn als ich in den riesigen Raum kam, waren dort bereits über 2’500 Teilnehmer versammelt. Kein Stuhl mehr frei.

Disziplin ab der Eröffnung

Punkt zehn Uhr ging’s los. Alle erheben sich, die Fahnen der verschiedenen Waffengattungen werden hereingetragen, jemand singt die Nationalhymne, die Fahnen marschieren wieder ab. Ich möchte hier beileibe keine Handlungsanweisung für deutsche Kongresseröffnungen ableiten, aber der Unterschied fällt schon schmerzlich auf, vor allem, was die Disziplin des Publikums angeht. Die ganze Veranstaltung dauerte genau 2 Stunden, währenddessen haben etwa zwei Dutzend Leute den Saal vorzeitig verlassen.

Nachdem die diversen Funktionäre Rechenschaft abgelegt hatten, diverse Ehrungen und Medaillen-Überreichungen bei zum Teil stehenden Ovationen zelebriert worden waren, alles kurz und zackig, wurde die Kongressstadt des kommenden Jahres (Minneapolis) in einer flotten Power Point – Präsentation vorgestellt. Auf großen Bildleinwänden konnte jeder in der Halle das Geschehen gut verfolgen. Die Akustik war exzellent. Und die Redner sprachen offenbar alle frei – der Teleprompter macht’s möglich.

Und dann kam der Senator Tom Harkin, ein bekannter Gesundheitspolitiker, der sich seit Jahren für Verbesserungen im amerikanischen Gesundheitswesen einsetzt. Er sagte den Anwesenden genau das, was sie hören wollten, und er sagte es glaubhaft. Die Audiologen wollen erreichen, dass Schwerhörige künftig nicht zuerst zum Hals-Nasen-Ohrenarzt gehen müssen, wenn sie eine Hörgeräteversorgung mit Kassenbeteiligung wünschen, sondern dass sie gleich zum Audiologen gehen dürfen (Direct Access). Die Angelegenheit ist weit gediehen und bereits im Gesetzgebungsverfahren. Neben Tom Harkin sind eine Reihe weiteren Senatoren, Demokraten wie Republikaner, auf Seiten der Audiologen und unterstützen deren Vorstellungen.

Als sogenannte Keynote Speakers hatten sich die Veranstalter ein seltsames Paar ausgeguckt: James Carville und Mary Matalin.
Die beiden sind bekannte Persönlichkeiten in den U.S.A., man kennt sie als Buchautoren, als Fernsehkommentatoren, als Journalisten. Beide beraten führende Politiker bis hoch zum Präsidenten. Sie ist strikt republikanisch, er absolut demokratisch. Und beide sind miteinander verheiratet. Ihre Darbietung, ein politischer Disput, war für einen Gast aus Europa ein bisschen zu ausschweifend. Aber den Leuten hat’s offenbar gefallen, denn fast alle blieben sitzen.

Die ganze Eröffnungszeremonie war eine politisch geprägte Veranstaltung. Immer wieder wurden die Teilnehmer aufgerufen, auf ihre Abgeordneten Einfluss zu nehmen. Geld sollen sie sammeln, um die ihnen genehmen Politiker zu unterstützen: »Ein Scheck auf dem Konto Ihres Abgeordneten ist eine hervorragende Investition.« In Amerika gehen die Uhren eben anders.

European global players dominate

Die Industrieausstellung schien mir im Vergleich zum Vorjahr ein bisschen kleiner, war aber trotzdem von beeindruckender Größe. Dominierend wieder die europäischen Global Player, fast überall gibt’s was zu gewinnen, iPod’s sind in diesem Jahr der große Renner. Aber nirgends wird Kaffee ausgeschenkt – da hat sich wohl (siehe Bericht aus dem Vorjahr) der Hallengastronom durchgesetzt.

Am Stand von Starkey trifft man, wie jedes Jahr, einen strahlenden Bill Austin, der dort schon fast wie eine Ikone wirkt. Sein neuester Hit nennt sich »da Vinci« und soll solchen Patienten helfen, die eigentlich schon für ein CI in Frage kommen. Auch das bereits in Deutschland vorgestellte »Aspect« ist einer der Hoffnungsträger von Starkey.

Von Oticon erwartet man inzwischen fast jede Woche eine Neuheit, und natürlich ist man auch nach Washington nicht mit leeren Händen gefahren. Für’s Syncro gibt es bereits ein update, eine Power-Variante mit DataLogging-Funktion. Dazu kommt noch ein »automatischer Anpassungsmanager«, der hoffentlich den Akustiker nicht völlig arbeitslos macht… Und da sind noch »Tego« und »Tego Pro« – sehr viel Leistung im Mittelpreissegment. Torben Lindø schien sichtlich vergnügt und zufrieden.

Interton, wo Hellmuth Türk wieder stärker in der Pflicht ist, führt das bereits in Deutschland vorgestellte Produkt »Bionic« nunmehr in den U.S.A. ein. Nach einem, wie Herr Hörning sagte, überraschenden Erfolg in Deutschland blickt man bei Interton zuversichtlich in die Zukunft.

Auch am Stand von Hansaton, wo die Herren Fischer jr. und Weiß Stall- wache halten, freut man sich über eine zufriedenstellende Resonanz. Da Amerika vorwiegend ein ImOhr-Markt ist, legt man hier das Gewicht auf ein semi-modulares Produkt namens »Fusion«.

Bei Bernafon war ein schickes BMW-Cabrio zu sehen, anbieten will man aber auch weiterhin Hörgeräte. Swiss Ear nennt sich ein neues Produkt für total offene Versorgung mit kanalfreier Signalverarbeitung. Die Werbeaussage zu dieser Novität lautet: »Very Heidi«, worunter sich jeder vorstellen darf, was ihm gerade in den Sinn kommt, z.B. einen Gruß vom Geisenpeter. Dann gibt es das schon bekannte »Symbio« und dazu noch ein neues digitales Gerät in der Einstiegsklasse, welches »Win« heißt.

Bei Siemens war – natürlich – »acuris« der Mittelpunkt des gut besuchten Standes, während bei ReSound ein Produkt names »Metrix« die Attraktion darstellte. »Wir haben den Code geknackt« behaupten die Münsteraner resp. Kopenhagener. Bei Phonak hingegen ist es natürlich die weiße Eule, um die sich seit Wochen alles dreht. Am Widex-Stand, wo wie bei nahezu allen anderen Ausstellern verbissen gedaddelt wurde, war – neben dem neuen Produkt »élan« – der Fokus wieder auf Senso Diva gerichtet. Die Ruhe vor dem Sturm?

Einen relativ großen Ausstellungsstand mit einer gewaltigen Freitreppe, die einem Hollywood-Ausstattungsfilm entlehnt zu sein schien, leistete sich Newcomer Sonic Innovations. Da dessen Produkte in Deutschland – und nur in Deutschland – nicht über den Fachakustiker, sondern lediglich im verkürzten Versorgungsweg angeboten werden, was man auch beibehalten möchte, sind sie für unsere Leserschaft nicht von Interesse.

Meetingpoint A.A.A.

Von Frankfurt aus kann man täglich mehrere Male direkt nach Washington fliegen, was aber offenbar nur für wenige deutsche Kongressbesucher einen Anreiz darzustellen vermochte. Das deutsche Kontingent war heuer fast so dünn wie voriges Jahr in Salt Lake City, wenn man von ein paar »geladenen« Gästen (»I buy where I fly«) einmal absieht.

Aber wenigstens eine V.I.P. aus Good Old Germany war zu begrüßen: Prof. Ludwig Moser, der seit kurzem emeritierte, schaute in Washington vorbei, ehe er sich auf den Weg in die Südstaaten machte, um dort im Sattel einer Harley nunmehr das freie Leben zu genießen.

Den Veteranen Winfried Katz aus Kreuztal traf ich im Foyer, wo er sich bitter darüber beklagte, dass auf der hiesigen Ausstellung keine Kinder zugelassen sind. Der deutsche Kongress sei da viel kinderfreundlicher. Herr Katz hat inzwischen seinen Aktionsradius ausgeweitet und bearbeitet nun den Markt in der Türkei.

Einer der treuesten Kongress-Besucher aus Germany, Martin Blecker, musste vorzeitig wieder abreisen, weil seine Pro Akustik sinnigerweise für das Wochenende ein großes Meeting anberaumt hatte. Und als eine kleine Akustiker-Delegation, die sich von Siemens die Sehenswürdigkeiten der Gegend hatte zeigen lassen, am Samstag schließlich auf der Ausstellung erschien, waren die deutschen Manager Peter Schaade und Stefan Lengning bereits wieder auf dem Heimflug. Perfektes Timing… Der Samstag erwies sich übrigens, nach einem sehr guten Donnerstag und einem mäßigen Freitag, als ziemlich schwacher Ausstellungstag.

Notizen vom Kongress-Geschehen …

Nach wie vor ist das A.A.A.-Vortragsprogramm schier unüberschaubar. Etwa 250 »Presenter« tummeln sich auf der Liste, und die Themen enthalten alles, was auch nur im entferntesten für einen Audiologen von Interesse ist. So kann man u.a. auch erfahren, wie man ein Geschäft oder eine Praxis einrichtet, oder wie man zu seinem Geld kommt, wenn sogenannte third party’s (Krankenkassen) im Spiel sind.

Was bei unserem letzten Kongress in Frankfurt am Samstag als Industrie-Workshops stattfand (und nicht besonders erfolgreich war) ist in den U.S.A. ins Vortragsprogramm integriert. Es gibt anscheinend keine Berührungsängste gegenüber der Industrie, die mit zahlreichen Referenten das Programm auffüllt.

Eine zusätzliche Aktivität der A.A.A. war auch in diesem Jahr ein Seminar für die Einwohner der Kongressstadt. Zu den Themen Gleichgewichtsstörungen, Zusatzgeräte zum Hören im Alltag, Lärmvermeidung u.a. wurde gegenüber vom Kongressgebäude im Renaissance Hotel ein Workshop für jedermann abgehalten, der allerdings – wohl wegen des sehr unfreundlichen Wetters – ziemlich schwach besucht war. Um so glänzender war die Besetzung des Podiums, wo hochrangige Militärs aus dem nahen Walter Reed National Military Medical Center zu den Referenten zählten. Auch direkt auf dem Kongress waren die Mediziner der Army präsent: »Lektionen vom Schlachtfeld. Vom Krieg in die Sprechstunde.« Hier ging es um Armee-Veteranen, die aus dem Mittleren Osten mit Schädigungen des Gehörs zurückgekehrt sind.

… und vom Rahmenprogramm

Das übliche Party-Gewimmel am Freitagabend gehört natürlich untrennbar zur Convention, und diesmal war auch Widex als Großveranstalter wieder mit von der Partie. Man ist ernsthaft bemüht, ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen: »Die lauteste Party aller Zeiten!« Da muss man gar nicht erst in den Irak-Krieg ziehen.

Einer der Gäste, mit dem ich ins Gespräch kam, war der Meinung, ich sei aus Brooklyn. Er glaubte dies aus meinem Dialekt schließen zu können. Seitdem grüble ich, ob ich mich darüber freuen oder deswegen beleidigt sein soll.

Des Schreibers Fazit

Als Fazit der A.A.A.-Convention bleibt festzuhalten: Eine hochpolitische Veranstaltung, die neben zahlreichen fachlichen Themen ganz klar die Stoßrichtung vorgibt: Emanzipation vom HNO-Arzt. Dabei zieht die gesamte Organisation augenscheinlich an einem Strang. Man ist gut aufgestellt, hat seine Verbündeten in der hohen Politik und besitzt ein enormes Selbstvertrauen, welches fast greifbar in der Luft liegt. Fachlich gibt’s für uns in Übersee kaum was zu lernen, aber ansonsten …

Autor: Gerhard Hillig